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FUSSBALL | WM 2010
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John Terry will sein Kapitänsamt zurück
John Terry will sein Kapitänsamt zurück
John Terry will um sein Amt kämpfen

Der Fall John Terry schlägt in England weiter hohe Wellen. Nachdem Nationaltrainer Fabio Capello dem Abwehrchef wegen dessen privater Eskapaden das Kapitänsamt entzogen hatte, meldete sich nun Terry selbst zu Wort. Er will diese Degradierung nicht kampflos hinnehmen.


"Ich denke, ich könnte wieder Kapitän werden, wenn sich die Wogen geglättet haben. Ich habe mein ganzes Leben lang gekämpft und werde damit jetzt nicht aufhören", zitierte die Boulevardzeitung The Sun Terry. Doch schon in den britischen Sonntagsblättern tauchten neue Gerüchte um weitere pikante Fehltritte des Teamkollegen von Michael Ballack auf.

Capello hatte den 29-Jährigen abgesetzt, nachdem eine Affäre mit der Ex-Freundin seines Auswahlkollegen Wayne Bridge tagelang die Schlagzeilen bestimmte. "So ist es das Beste", meinte der knorrige Italiener und festigte damit seinen Ruf als Hardliner. Rio Ferdinand von Manchester United wurde zum neuen Kapitän befördert, Liverpool-Star Steven Gerrard ist künftig Vize. Zumindest beim FC Chelsea darf Terry aber weiter als Spielführer auflaufen. "Wir wollen ihn alle unterstützen. Er hat doch niemanden umgebracht", erklärte Blues-Trainer Carlo Ancelotti.

Jeder äussert seine Meinung

Die Enthüllungen aus Terrys Privatleben waren da schon fast in den Rang einer Staatsaffäre geraten. Der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, beklagte die Liebschaft des Fussball-Stars als Beispiel für den Sittenverfall im Königreich. Und Premierminister Gordon Brown lobte Capellos Mut zur harten Entscheidung. "Ich denke, die Leute werden sich daran halten", übermittelte der Regierungschef.

Terry selbst aber sieht es wohl anders. Er werde "mit Händen und Füssen" um die Rückkehr ins Kapitäns-Amt kämpfen, soll er schon kurz nach dem Gespräch mit Capello versprochen haben. Er sei schwer getroffen, meldeten die Medien. Schliesslich habe er den Posten als "ultimative Ehre" empfunden.

Dreieinhalb Jahre führte Terry die Nationalelf als Nachfolger von David Beckham. Auf dem Feld gilt "Mr. Chelsea" als Musterprofi mit Kämpferherz. Doch nach den jüngsten Enthüllungen aus seinem Privatleben hatten angeblich mehrere Nationalspieler Capello zum Handeln aufgefordert.

Bridge denkt offenbar an Rücktritt

Allen voran wohl Bridge, einst bei Chelsea enger Freund Terrys. Der inzwischen für Manchester City spielende Linksverteidiger erwäge sogar einen Rücktritt aus dem Nationalteam, hiess es. Als Kapitän könne er Terry in jedem Fall nicht mehr akzeptieren, habe Bridge Capello deutlich gemacht.

Terrys Ruf ist in jedem Fall ramponiert. Immerhin hat Unterwäsche-Model Vanessa Perroncel versprochen, trotz sechsstelliger Angebote ihren Teil der Geschichte vorerst nicht in der Boulevardpresse auszubreiten. Prompt spekulierten die Blätter, Terry habe sich das Schweigen seiner Ex-Geliebten für eine hohe Summe erkauft.

Ungewiss ist, ob der 58-malige Nationalspieler seine Ehe retten kann. Ehefrau Toni hat sich mit den beiden gemeinsamen Kindern nach Dubai zurückgezogen. Terry hofft nun für das kommende Wochenende auf Sonderurlaub von Chelsea-Coach Ancelotti, um sein Privatleben zu ordnen.

 
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