18.03.2010
Kempter erwirkt Einstweilige Verfügung gegen Amerell
Das juristische Tauziehen im Schiedsrichterskandal geht weiter. Nun hat auch das ehemalige Schiedsrichter-Ausschuss-Mitglied Manfred Amerell per Einstweiliger Verfügung praktisch einen Maulkorb erhalten. Wie Christian Schertz, Rechtsanwalt des in die Affäre verwickelten Schiedsrichters Michael Kempter mitteilte, hat das Landgericht Köln einer Einstweiligen Verfügung Kempters gegen Amerell entsprochen und dem 63-Jährigen damit verboten, private E-Mails oder SMS von Kempter an ihn "zu veröffentlichen und/oder zu verbreiten". Sollte Amerell, der in der Vergangenheit in regelmässigen Abständen aus Mails und SMS zitiert hatte, um damit ein Abhängigkeitsverhältnis Kempters zu ihm zu widerlegen, gegen die Einstweilige Verfügung verstossen, wird ein Ordnungsgeld in Höhe von jeweils 250.000 Euro fällig.